{"id":1229,"date":"2017-11-27T19:20:17","date_gmt":"2017-11-27T18:20:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weber-werne.de\/?p=1229"},"modified":"2017-11-27T19:20:17","modified_gmt":"2017-11-27T18:20:17","slug":"nummer-zwei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/2017\/11\/27\/nummer-zwei\/","title":{"rendered":"Nummer zwei"},"content":{"rendered":"
Hier ist also mein zweiter Blogeintrag aus Kenia. Warum ich mir hier so viel Zeit lasse? Naja, es passiert hier leider nicht sehr viel und somit w\u00e4re es schwer f\u00fcr mich jeden Abend einen Blog zu schreiben. Au\u00dferdem halte ich mich aus H\u00f6flichkeit mit dem Fotografieren zur\u00fcck. Ich denke das kann man verstehen. Nun aber zu den letzten Tagen.<\/p>\n
Am Samstag habe ich nicht wirklich viel gemacht. Einige Leute kamen zu Besuch, weil sie mich Begr\u00fc\u00dfen wollten, aber abseits davon war der Tag ehrlich gesagt langweilig. Denn selbst, wenn ich meine Hilfe anbiete um etwas machen zu k\u00f6nnen wird mir das versagt. Am sp\u00e4ten Nachmittag kam dann noch Laurenzias \u00e4ltester Sohn zu Besuch und sorgte sofort daf\u00fcr, dass ich ein ungutes Gef\u00fchl im Bauch hatte: er kam betrunken in mein Zimmer getorkelt und riss die T\u00fcr in den Garten auf ohne mich zu gr\u00fc\u00dfen oder mir einen Blick zu w\u00fcrdigen. Und selbst als ich ihn bat mir doch ein wenig Privatsph\u00e4re zu lassen (ich war gerade dabei mich anzuziehen) schaute er nur komisch in meine Richtung und schien mich nicht zu verstehen. Das war nat\u00fcrlich \u00e4u\u00dferst unangenehm, weil ich zu dem Zeitpunkt ja \u00fcberhaupt noch nicht wusste wer er war. Nachdem ich dann fertig mit anziehen war und mit ihm ins Wohnzimmer ging fing er an irgendetwas mit mir zu reden. Ich kann Englisch zwar eigentlich gut verstehen, aber ein besoffener Kenianer k\u00f6nnte auch gleich Swahili reden. Erst als Laurenzia wieder zuhause war wurde mir klar, dass ich nicht mit einem Fremden redete. Er wollte mir dann noch das Dorf zeigen. Etwas widerwillig stimmte ich zu und folgte ihm ins Dorf. Kaum dort angekommen steuerte er auch schon auf eine Kneipe zu und wollte mit mir ein Bier trinken. Das lehnte ich zwar mehrfach ab, aber er zehrte mich trotzdem in die Kneipe. Ich bestellte ein Bier, bezahlte f\u00fcr uns beide und ging danach so schnell wie m\u00f6glich nach Hause.<\/p>\n
Am Sonntag war hier eine Art Erntedankfest und wir fuhren in das n\u00e4chste Dorf um dort mit der n\u00e4heren Familie von Laurenzia zu feiern. Zun\u00e4chst ging es aber in die Kirche. Ein Gottesdienst in Kenia ist kaum mit einem deutschen Gottesdienst zu vergleichen. Hier ist eine gute Stimmung, es werden rhytmischere Lieder gesungen und die Gemeinde wird st\u00e4rker einbezogen. Nach der Kirche ging es dann also zu Laurenzias Mutter um dort mit fast 40 Leuten ein kleines Familienfest zu feiern. Die Leute dort waren \u00e4u\u00dferst herzlich und sehr nett. Au\u00dferdem lernte ich Laurenzias Mutter kennen, die sehr alt ist. Mir wurde gesagt, sie sei \u00fcber 100 Jahre alt, aber da es hier keine Geburtsurkunden oder \u00e4hnliches gibt bin ich mir bei solchen Aussagen nie ganz sicher. Am Abend bekamen wir dann noch Besuch von einem der Guides, die uns letztes Mal im Dorf zur Seite standen. Er lebt jetzt in einer gr\u00f6\u00dferen Stadt und versucht dort ein besseres Leben aufzubauen.<\/p>\n
Und heute habe ich dann mal wieder nicht viel machen k\u00f6nnen. So ein Tag wird ganz sch\u00f6n lang, wenn man st\u00e4ndig praktisch ins Haus abgeschoben wird und dort einfach bleiben soll. Obwohl ich noch nicht lange hier bin frustriert es mich doch ziemlich stark, dass mir hier die H\u00e4nde gebunden werden. Alleine wandern kann ich nicht, weil die Gefahr, dass mir etwas passiert zu hoch ist. Auf der Farm helfen kann ich nicht, weil es momentan nichts Gr\u00f6\u00dferes zu tun gibt. Im Haushalt helfen kann ich nicht, weil Laurenzia das nur sehr ungerne abgibt. Und so sitze ich nun den lieben langen Tag im Haus und \u00e4rgere mich, dass ich nichts machen kann, darf, oder soll.<\/p>\n
Ich hoffe, dass sich diese Situation \u00e4ndert, denn sonst k\u00f6nnte es passieren, dass ich diesen Urlaub fr\u00fchzeitig beende.<\/p>\n
Viele Gr\u00fc\u00dfe und bis bald<\/p>\n
S\u00f6ren<\/p>\n
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Hier ist also mein zweiter Blogeintrag aus Kenia. Warum ich mir hier so viel Zeit lasse? Naja, es passiert hier leider nicht sehr viel und somit w\u00e4re es schwer f\u00fcr mich jeden Abend einen Blog zu schreiben. Au\u00dferdem halte ich mich aus H\u00f6flichkeit mit dem Fotografieren zur\u00fcck. Ich denke das kann man verstehen. Nun aber […]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1229"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1229"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1229\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1230,"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1229\/revisions\/1230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}
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