{"id":762,"date":"2017-08-25T23:41:42","date_gmt":"2017-08-25T21:41:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weber-werne.de\/?p=762"},"modified":"2017-08-25T23:41:42","modified_gmt":"2017-08-25T21:41:42","slug":"svartisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weber-werne.de\/index.php\/2017\/08\/25\/svartisen\/","title":{"rendered":"Svartisen"},"content":{"rendered":"

Heute Morgen hat mich mein Wecker einfach so im Stich gelassen. Eigentlich hatte ich auf meinem Handy einen Wecker f\u00fcr 09:00 Uhr gestellt, aber der hat einfach nicht geklingelt. Gestern hatte ich schon dasselbe Problem, hm komisch… Naja, um kurz vor Zehn wurde ich dann von selbst wach und machte mich so langsam ans Fr\u00fchst\u00fccken. Nach dem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck und ein wenig Hauspflege machte ich mich dann um 13 Uhr recht sp\u00e4t auf den Weg zu meinem heutigen Ziel: der Svartisen-Gletscher.<\/p>\n

Bis dort waren es von Nordnes etwa 100km. Die Strecke f\u00fchrte mich durch absolutes Niemandsland. Die Landschaft wechselte von Bergen und T\u00e4lern zu weitl\u00e4ufiger Fl\u00e4che, die von nichts weiter als Gr\u00e4sern und dem sporadischen verdorrten Baum gepr\u00e4gt wurde. Und in dieser fremdartigen Landschaft lag dann auch das Polarkreiszentrum. Also hielt ich dort kurz an und machte noch einige Erinnerungsfotos – immerhin werde ich f\u00fcr eine ganze Weile nicht mehr so weit n\u00f6rdlich sein. Dort blieb ich etwa eine halbe Stunde und w\u00e4rmte mich vor der Weiterfahrt noch ein wenig auf – ja, auch mir wird ab und an mal kalt.<\/p>\n

Nach dem Polarkreiszentrum war es nicht mehr ganz so weit bis zum Gletscher. Nur etwa 20km \u00fcber immer schmaler werdende Wege, die ich zu Beginn der Reise weitl\u00e4ufig gemieden h\u00e4tte. Aber auch das kann man meistern und so war ich kurzerhand am Parkplatz, der zum Gletscher f\u00fchren sollte. Und da wurde ich heute dann gewaltig entt\u00e4uscht: man konnte den Gletscher nicht sehen und die Bootstouren zur Gletscherzunge finden nur vormittags statt – und nicht mehr um drei Uhr nachmittags. Und daf\u00fcr, dass ich hier am zweitgr\u00f6\u00dften Gletscher Skandinaviens stand konnte man im gesamten Umfeld erstaunlich wenig davon sehen. Weiter n\u00f6rdlich konnte ich etliche Gletscher sehen, die bis ans Meer liefen, aber den Svartisen konnte ich nicht einmal erblicken. Entt\u00e4uschend! Ich h\u00e4tte zwar zum Gletscher wandern k\u00f6nnen, aber 8km ohne Partner und an einem Gletscher sind mir dann doch nicht koscher. Damit bleib mir dann nichts anderes \u00fcbrig als mit ziemlich schlechter Laune den R\u00fcckweg f\u00fcr die Suche nach einem Campingplatz anzutreten.<\/p>\n

Auf dem R\u00fcckweg fiel mir eines auf: das Gletscherwasser in dem Fluss, der die Stra\u00dfe begleitete, war das tr\u00fcbste Wasser, das ich bis jetzt in Norwegen gesehen habe. Und da verstand ich auch warum die Einheimischen dieses Wasser manchmal als „Gletschermilch“ bezeichnen. Diese Bezeichnung trifft das milchig-tr\u00fcbe aber dennoch leuchtend t\u00fcrkise Wasser gut. Der n\u00e4chste Campingplatz auf meiner Route lag dann in der Stadt Mo i Rana, wo ich nun f\u00fcr die Nacht stehe. Auch dieser Campingplatz hat mittlerweile keine st\u00e4ndig besetzte Rezeption mehr und so musste ich erst telefonisch abkl\u00e4ren ob er \u00fcberhaupt noch ge\u00f6ffnet ist. Einmal abgestellt entschloss ich mich dann aber es mir heute gut gehen zu lassen: Nach dem Abendessen kochte ich mir eine selbstgemachte hei\u00dfe Schokolade (einfach 150g Schokolade in 500ml Milch aufl\u00f6sen und warm werden lassen – nicht kochen!). Mit Spr\u00fchsahne und Schokostreuseln getoppt hatte ich dann ein himmlisches Getr\u00e4nk, dass mich alle Entt\u00e4uschung und Sorgen vergessen lie\u00df. Herrlich!<\/p>\n

Viele Gr\u00fc\u00dfe und bis bald<\/p>\n

S\u00f6ren<\/p>\n

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